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Turner-Reise 2005

 

Planet Erde - wir schreiben das Jahr 2005.

An einem Samstagmorgen im September war es soweit.

12 Satus-Freunde trafen sich um 6:30 Uhr am ältesten Bahnhof der Schweiz, in Baden.

Als der Zug um 06:38 eintraf, war Elmar noch nicht in Sicht…. doch plötzlich stand er da - mit Sack und Pack und mit seinem lädierten Velohelm, völlig ausser Atem, doch er hat’s geschafft!

Jetzt konnte die Reise beginnen. Mit der SBB fuhren wir via  Zürich Richtung Chur. Unterwegs begossen wir die Turner-Reise mit Rosé, Bier und dazu gab’s kleine Snacks. Elmar   programmierte die Wanderroute mit seinem GPS und verteilte dann ein A4 Blatt an alle Teilnehmer, mit dem Vermerk: “Falls mein GPS nicht mehr laufen sollte, wende man sich an die gelb und rot markierte Route.“

Am Churer Bahnhof angekommen, begaben wir uns zur     Postauto-Station. Zum Aufwärmen wählte Elmar die Variante “gegen die Rolltreppe“ um hinaufzusteigen. Ein Schmunzeln und Kichern ging durch die Gruppe.

Bald traf das Postauto ein und führte uns bis zum Startpunkt der Canolser Rothhorn Bahn. Unterwegs auf der kurvenreichen Strasse, kam plötzlich eine Rucksack Rüfe auf uns zu. Äpfel und Bananen fielen in alle Richtungen… Elmar bemühte sich, all seine Habseligkeiten wieder ordnungsgemäss einzupacken. Aber leider mussten da ein paar Bananen leiden. Sie waren so schwarz, dass er sie schweren Herzens in den Abfalleimer werfen musste. Nach dieser Showeinlage führte uns die Gondel auf den Gipfel des Rothorns.

Das Wetter auf 2861 m ü.M war zwar neblig und feucht, doch dies konnte unserer guten Stimmung nichts anhaben. Im Panorama-Restaurant “Rothorngipfel“ erholten wir uns von den Strapazen der Reise.

Bei diversen Cafés, Bierchen und Nussgipfeln genossen wir die gemütliche Runde. Einige meldeten der Bedienung, sie möchte doch die Dachsprinkleranlange abstellen, sie hätten genug vom Regen!

Plötzlich packte unser Turbo-Bolli seine original silber gespritzten “Faustballschuhe“ aus und meinte: “Ich will jetzt endgültig meine langjährige und erfolgreiche “Faustball–Karriere“ an den Nagel hängen. - Im wahrsten Sinne des Wortes. Während GPS-Elmar mit einer auf einer Schaukel sitzenden Strohmaus flirtete, warf er Fritz's Schuhe über die Stange des Panorama Wintergartens, begleitet mit einer schriftlichen Bestätigung mit folgenden Worten: - “Hier ruhen die Latschen eines alten Mannes.“

Eigentlich waren wir zum Wandern gekommen, - somit ging’s also weiter Richtung Hörnlihütte auf 2513 m ü.M. Auf dieser   Höhe ist der 100 jährige “Arosa Skiclub“ beheimatet.

Durch Daniela, die Servierfachfrau, wurden wir mit Gersten-suppe und Bier eingedeckt. Gut gelaunt und gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Arosa.

Bei einem weiteren Bier- und Kaffeeschnaps-Stopp auf der Alp erkundete Elmar die Region und kam mit einem strahlenden Gesicht aus der Hütte…. 3 Frauen-Turngruppen sind da in der Hütte, sie meinten: Wir sollen doch auch mitreinkommen - was aber auf kein Echo stiess. Na ja! Stattdessen genoss Elmar seinen Kuchen mit viel Schlagrahm, so dass ein Hund auch die Hälfte seiner Sahne abbekam. Der “Schlagrahm-Hund“ und   Elmar schlossen dicke Freundschaft.

Fritz, Marco und Hans hatten sich mit Stöcken ausgerüstet, um ihre Kniescheiben zu schonen. Deshalb nahm unser Reiseleiter Chläus auch seine “Bündner–Viehweidenstöcke“ zur Hand, und ab ging’s im tollen Tempo. Mit Vorfreude auf das “Oktoberfest“ war auch Nicola hinter dem Reiseleiter her, doch er hatte keine Chance und verstauchte sich dabei den Fuss.

Beim wohlverdienten “Oktoberfest“ im Bergrestaurant        “Brüggerstube“ war die Stimmung noch nicht richtig aufgekommen. Nach diversen Bierchen gelang es dem Satus Obersiggenthal die Stimmung am Fest zu kippen. Nach “Sierra“ durch Chläus “kochte“ die ganze Bude. Es wurde geschaukelt - hin und her und hin und her. Elmar wollte mehr. Er war auf        “Erkundungs–Tour“, um ein Tänzchen mit einem “Arosa-Mädel“ zu wagen.

Die Senioren Anwärter Nicola und Ivo waren nach dem Fest so erschöpft, dass sie mit der Bahn runter fahren mussten. In der Güggeli-Farm “Beau Rivage“ angekommen, freuten wir uns auf die erfrischende Dusche und auf das bevorstehende Nacht-essen.

Das multimediale Wasserspiel auf dem Obersee war die grosse Attraktion des Abends.

Nach einer erholsamen Nacht wurden wir diesmal nicht durch den Hahn geweckt, sondern durch ein merkwürdiges “Bumms–Tätsch-Bumm“. Was ist denn jetzt schon wieder los? Elmar führte seine obligaten “Früh-Turn-Übungen“ durch. Jedoch schon bald war die ganze Schar auf und munter und bereit zum Frühstücken.

Bereits um 10 Uhr haben wir bei einer Runde Bier mit dem   Geburtstagskind Chläus “auf sein Wohl“ angestossen. Dem Spender nochmals alles Gute und vielen Dank!

Das Wetter wurde zusehends schlechter. Deshalb fuhren wir mit dem Bus bis zum “Prätschli Hotel“. Durch den Planeten      Wanderweg marschierten wir zur Ochsenalp.

Rösti, Suppen und Bierflaschen waren wieder aktuell. Ivo zog sich dann noch eine “Merängg“ hinein, welche ihm natürlich sehr mundete. Doch bald mussten wir ans Aufbrechen denken - und los ging’s.

In Tschiertschen endete dann die Wanderung. Wir wechselten kurz die Schuhe und plötzlich stand ein angeheiterter Älpler vor uns: “Ich bin der Pfarrer vom Dorf“, sagte er und meinte: „ Das

Postauto fährt leider erst wieder am Montag…..“ und weitere Sprüche folgten… “Kennst du den Unterschied zwischen einer Fliege und einer Frau ….? Die Fliege ist nur im Sommer lästig.“ - usw. “Der Pfarrer“ verabschiedete sich und schon bald traf  unser Postauto ein, das uns Richtung Chur brachte. Unterwegs machte der Zug noch einen unerwarteten Halt. Unser Turn-Kollege Fritschi Marc mit Familie stiess zu uns.

In Baden angekommen wurden wir durch das “Frauen        Empfangs–Komitee“ herzlich begrüsst. Ein erlebnisreiches Wochenende ging zu Ende

Vielen Dank dem grossen Organisator.

Auf die nächste Turner-Reise freut sich heute schon..

  … Euer Gigi

 

Reisebericht 2005